Es ist Ostern! Das Fest des Lebens und der Auferstehung Jesu Christi. Es ist zusammen mit Weihnachten das wichtigste Fest der Christinnen und Christen auf der ganzen Welt.  Das strahlende Sonnen-Wetter lädt ein, hinauszufahren in die grünende und aufblühende Natur. Gerade wegen und trotz der veränderten Umstände macht es in diesem Jahr besonders viel Spass, unterwegs zu sein.

Mittlerweile haben wir uns an die veränderte Lebensweise mit den Kontaktbeschränkungen angepasst. Schön, wenn jetzt mehr Zeit für Haus, Garten und Freizeit mit der Familie ist. Nutzen wir diese Zeit für- und miteinander und fahren wir mit dem Picknickkorb hinaus ins Grüne! Denken wir dabei aber auch an die Vielen unter uns, die jetzt sehr gefordert sind und die wichtigsten Bereiche der Gesellschaft, die Versorgung, medizinische Behandlung und Pflege am Laufen halten. Ihnen gilt unser ganz besonderer DANK!

Wenn man Ostern als die Geburt des neuen Lebens in Gott versteht, kann man sagen, dass Meister Eckhart in der realen (inkarnierten) Existenz des Menschen zunächst ein Abgefallensein von der vollkommenen Einheit und Ganzheit Gottes sieht. Der Mensch ist jedoch zusammen mit der ganzen Schöpfung dazu berufen, in die Ganzheit der Liebe und die Gemeinschaft mit Gott zurückzukehren. Das neue Leben beginnt mit der Auferstehung als einer Geburt, einem Zurückgebähren in Gottes Liebe. Mit dem Tod Jesu Christi und seiner Auferstehung ist dem Menschen dieser Weg eröffnet geworden. Für Eckhart bedeutet die Rückkehr zu Gott den Tod für das eigene Selbst und die Abkehr des Menschen von seiner individuellen Identität im reinen Unwissen, das Gott ist. Ausgehend von der „Unheimlichkeit“, „un-heimlich“ – wörtlich „nicht zu Hause“, ist es Eckharts Bestreben, wieder zur Verbindung und „Vereinigung“ = „Verheimlichung“ des Menschen mit bzw. bei Gott zu gelangen.